| Brosisellegg „Zur Hlst. Dreifaltigkeit“ |
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Die 1839 erbaute Filialkapelle der auf über 1100 m gelegenen Weiler Ellegg und Bitterlis enthält die wohl älteste und schönste Pietà des Allgäus. Links am Chorbogen grüßt der Hl. Ambrosius, der Namensgeber des Ortes (Ambrosius, Kurzform „Brose“). Am Hochaltar die vier Evangelisten. Das etwas ungewöhnliche Altarbild von Bögle, Wertach, verbindet die frei göttlichen Personen mit Gnadenstrom des Lammes, „das sein Blut vergießt für das Leben der Welt“. Die Kapelle ist ebenfalls neu renoviert.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet. |
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1736 erbaut, wurde die Kapelle am 11. September 1754 geweiht. An das rechteckige Schiff mit dreiseitigem Chor schließt sich westlich ein hölzernes Vorzeichen. Ein verkleideter Dachreiter mit zwei Glocken bekrönt das Kirchengebäude. Das geplante Deckenfresko kam nicht zur Ausführung. Der Altar mit dem Altarblatt „Hl. Magnus“ ist signiert von L. C. Weiß, auf dem Antependium sieht man „Christus im Grab“. Der nördliche Seitenaltar zeigt ein Altarbild „Hl. Georg“, wohl von L. C. Weiß, der südliche Seitenaltar die Apotheose des „Hl. Johannes Nepomuk.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet. |
| Votivtafel - St. Magnus, Buchenberg |
| Emmereiser „St. Nikolaus“ |
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Die Filialkapelle wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und ist damit die älteste romanische Kirche des Allgäus. Fresken aus dem 13. Jahrhundert zeigen in der Apsis den Pantokrator umgeben von den vier lebenden Wesen und den 24 Ältesten; im Schiff Szenen aus der Vita des Hl. Nikolaus. Am Chorbogen geht Jesus im Stil der mittelalterlichen „Biblia pauperum“ den Leidensweg vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung. Unten rechts hat sich der „Schwarze Ritter“ verewigt, vermutlich der Erbauer der Kapelle und Dienstmann auf dem heutigen Burgstall. Aus der Umgestaltung in der Gotik sind erhalten die Plastiken des Hl. Stephanus (Emmereis gehörte damals zu Rettenberg) und des Hl. Nikolaus aus der Schule Ivo Strigels. Aus der Barockzeit stammen die bäuerliche Figur der Hl. Anna, das frühbarocke Kreuz und drei Gemälde. Bau- und Stilsünden der letzten 500 Jahre wurde bei der Renovierung 1975-1977, einschließlich der übertünchten und freigelegten Fresken, wieder gutgemacht.
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag geöffnet. |
| St. Nikolaus, Emmereis |
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| "Der schwarze Ritter von Emmereis" - St. Nikolaus, Emmereis |
Auf einem Drumlinhügel (aus der Eiszeit) in mitten des Emmereiser Mooses erhebt sich der bereits 1366 als „Burgstall“ erwähnte ehemalige Dienstmannsitz des „Schwarzen Ritters“ von Emmereis. Die kl. Moorburg wurde verlassen, ehe sie urkundlich erfasst wurde. Der letzte Ritter hat sich zum Abschied als Kreuzritter noch in der Kapelle verewigt. Mit schwarzer Rüstung und einem weißen Steuerrad auf dem Schwarzen Schild. Er kehrte nicht wieder; doch in diesem Fresko hat er sich ein posthumes Denkmal gesetzt.
| Engelpolz „Hlst. Dreifaltigkeit“ |
1851 erbaut nach der Vereinödung des Dorfes. Rechteckiges Schiff mit dreiseitigem Chor und Putzkehle, offener Dachständer, eine Glocke. Nazareneraltar mit Schafherde. Die Deckengemälde sind neu, Gestühl und Fußboden aus Grüntenstein stammen aus der Erbauungszeit. Die Kapelle erfuhr eine Renovierung in den Jahren 1983/84.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet.
| Kalchenbach „Lourdeskapelle“ |
Erbaut 1892 als Privatkapelle der Josefa Wolf. Rechteckiger Bau mit dreiseitigem Chor und Dachreiter (eine Glocke). Im Tuffsteinrahmen die Lourdesmadonna. Steinalter neu mit Reliefs: Geburt Jesu, Lamm Gottes, Auferstehung. Herz-Jesu und Herz-Mariä Figuren um 1900. Boden Grüntenstein, Bänke der Erbauungszeit.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet.
| Kranzegg „Maria Opferung“ |
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Die Kirche Maria Opferung wurde 1725 an Stelle eines Bauernhauses neu erbaut. Die Deckenfresken stammen von F.A. Weiß, Rettenberg (1170). Das Gemälde am linken Seitenaltar („Die heilige Familie auf der Flucht“) sowie das Gemälde im Chor wurden von L.C. Weiß 1745 signiert.
Öffnungszeiten: 8.30 – 17.00 Uhr nur bei guter Witterung geöffnet.
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| Maria Opferung, Kranzegg |
Die Kapelle zur „Mutter der schönen Liebe“ (Lauretan. Litanei) wurde als Privatkapelle 1725/26 von dem Bauern Christian Kreb erbaut. Auffällig ist der Barockaltar mit einer besonderen liebenswerten bäuerlichen Muttergottes. Die kleine Glocke im Türmchen wird vom Bauernhaus aus geläutet. 1986/87 renoviert.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet.
| Rottach „St. Antonius Abbas“ |
Die Pfarrkirche wurde 1783 erbaut.
Öffnungszeiten: von Mai bis Oktober jeden Sonntag nach dem Gottesdienst bis 18.00 Uhr.
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Der Patron, von den Franken als Pferdepatron verehrt, weist auf eine Gründung des Pfarrdorfes ins 10. Jahrhundert. Die heutige Kirche, nach dem Brand der gotischen Vorgängerin 1727 in den Jahren 1728-30 erbaut, wurde 1754 geweiht. Erst danach spätbarock ausgestaltet, erlebte sie ab 1800 zahlreiche stilistische Ergänzungen: Klassizismus (Tabernakelaltar), Nazarener (Kreuzweg, Deckengemälde), Neubarock (Hochaltarbild). Einheimische Künstler, vor allem drei Generationen Weiß (Vater Franz Anton, Sohn Nikolaus, Enkel Ludwig Casper) betätigen sich als Maler, Bildhauer, Faßmaler, Vergolder. Trotz mehreren Stilepochen blieb die barocke Harmonie erhalten. Der Lichtdurchflutete Raum besticht durch reichlich Gold und eine überschwänglich gestaltete Stuckdecke. Der erstmals um die Kirche angelegte Friedhof ist seit 1957 aufgelassen.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet.
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| St. Stephan, Rettenberg |
| Sterklis „Hlst. Dreifaltigkeit“ |
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1731 an Stelle einer älteren Kapelle erbaut. Rechteckiger Bau mit zwei Stichbogenfensterachsen unter Putzkehle mit blindem Chor (der Grundstückbesitzer Gschwend verweigerte die Grundabtretung für den geplanten Chor). Offener Dachreiter mit einer Glocke. Im Giebel ein verwittertes Sandsteinrelief mit Kreuzigungsgruppe von 1618. |
| Gottvater mit Putten, Kapelle in Sterklis |
Ausstattung: Über der Mensa (19. Jahrhundert) im Chorbogen Gottvater neben zwei Putten, darunter zwei kniende Dachungsengel aus der Josefskapelle in Oberstdorf, 1687/88. Seitlich die heiligen Dominikus und Katharina von Siena, Ende 17. Jahrhundert, wohl aus der alten Kapelle; ferner „Christus in der Rast“, aus der Erbauungszeit. Kreuzweg (Öl auf Leinwand von Franz Speiser, Bolsterlang, um 1860). Eine Renovierung innen und außen fand 1985 bis1989 statt.
Öffnungszeiten: 12.00 bis 18.00 Uhr.
| Untermaiselstein „St. Ursula“ |
Das Schiff der Pfarrkirche St. Ursula geht auf das 14. Jahrhundert zurück und wurde wohl erst im späten 15. Jahrhundert mit einem Chor nach Osten verlängert.
Öffnungszeiten: 10.00 bis 20.00 Uhr
1954 errichtete Privatkapelle des Hansjörg Bernhard. Quadratischer Grundriss mit zwei Fensterachsen ohne Chor und ein Dachreiter mit einer Glocke. Ausstattung: Altarkruzifix, Herz-Jesu und Herz-Mariä von L. Höldrich, Oberammergau. Deckenbilder und Chorbild von F. Knauer, Kaufbeuren.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet.
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Nach Abbruch der gotischen, aber im 17. Jahrhundert barockisierten Vorgängerin wurde die baufällige und zu kleine Kirche 1737 abgerissen und an der gleichen Stelle unter Beibehaltung des Chores die jetzige Pfarrkirche erbaut. Eingeweiht 1754 (siehe Festschrift am Schriftenstand). Das Deckenfresko des heimischen Künstlers Dionys Roman Weiß zeigt die Vita des Heiligen, der auch zusammen mit den Nebenpatronen Georg, Silvester und Florian auf dem Altarblatt von Franz A. Weiß dargestellt ist. Der geplante Stuck kam nicht zur Ausführung, da die Gemeinde einfach zu arm war. Auch die Seitenaltarbilder (links: das drei Generationenbild Großeltern (Joachim und Anna), Maria im Sternenkranz und Jesus, mit seinem Ersatzopfer spielend; rechts: der Hl. Antonius empfängt von Maria das Jesuskind) stammen von Franz A. Weiß.
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| St. Blasius, Vorderburg |
Im von der gotischen Vorgängerkirche übernommenen Chorraum ist das Fresko „Ehe“ (aus dem Zyklus der sieben Sakramente) erhalten. Die anderen Fresken unter Putz und Tünche sind nicht freigelegt. Zusammen mit dem umgebenden Friedhof und dem 62 Meter hohen Spitzturm (davon ca. 32 Meter Holzkonstruktion) ist die damals wie heute für das kleine Dorf (ca. 490 Einwohner) zu groß geratene Pfarrkirche ein Juwel am Fuß des Rottachberges.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet.
| Pestfriedhof-Kapelle bei Vorderburg |
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500 m außerhalb des Kirchdorfes wurden die Pesttoten der Jahre 1628-35 begraben. Beschattet von riesigen Kastanien und umgeben von einer Bruchsteinmauer träumt die wohl idyllischste Kapelle der Pfarrei Vorderburg „das Schlummerlied der Toten“ (Stadelmann). Die Kapelle wurde 1873/74 erbaut und 1875 geweiht. Der neugotische Altar und der Bilderzyklus des Marienwunders von La Salette sind die einzigen neugotischen Werke in der Pfarrei Vorderburg.
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Vom Dorf führt ein Kreuzweg durch das schattige Tobel zur Kapelle (gut begehbar bei gutem Wetter). Kapelle neu renoviert.
Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet..
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Die Kapelle St. Wendelin in Wagneritz wurde 1707/08 erbaut. Das Deckenfresko „Hl. Wendelin“ sowie links des Chorbogens die „Muttergottes als Himmelskönigin“ und rechts „M. Immaculata“ aus dem Jahr 1793 sind von Nikolalus Weiß. Öffnungszeiten: täglich von 12.00 – 18.00 Uhr
Besichtigt man in Rettenberg eine Kirche, so trifft man immer wieder auf die Künstlerfamilie Weiß, die hier beheimatet war und weit über Allgäuer Grenzen hinaus Ruhm und Ansehen erlangte. Das Geburtshaus der Künstlerfamilie Weiß liegt im Zentrum von Rettenberg, gleich gegenüber der Pfarrkirche St. Stephan, in der Burgberger Straße 5.
Hier können Sie sich unseren Flyer „Wandern und innere Einkehr“ mit einer Übersichtskarte und zwei schönen Rundwanderungen von Turmspitze zu Turmspitze herunterladen.
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