| Naturphänomene in Rettenberg und im Allgäu |
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Im Allgäu gibt es beeindruckende Naturschönheiten zu bewundern: Starzlachklamm, Breitachklamm, Sturmannshöhle, die Denkmalgeschützte 2000-jährige Eibe in Balderschwang, das Gottesackerplattau am Ifen, der Eistobel bei Isny, und und und. Einige Naturschätze finden Sie gleich hier in der Gemeinde Rettenberg:
Der 1.110 m hohe Rottachberg (Rötinberc = Roter Berg) besteht aus Nagelfluhfels, von Einheimischen gern „Herrgottsbeton“ genannt, und entstand aus dem Geröll der Ur-Iller, dasdurch Kalk zusammengebacken und vom Alpenschub emporgehoben wurde. Einer Sage nach sollen am Rottachberg mit dem geschlagenen Heer Napoleons aus Russland einige Wölfe bis ins Allgäu gekommen sein und sich am Rottachberg aufgehalten haben. Bei Vollmond in einer Rauhnacht (zwischen Weihnachten und Silvester) soll man dort oben heute noch Wolfsgeheul hören. Der Rottachberg ist ein beliebtes Wanderziel. Die Wanderwege sind einfach zu begehen und die Aussicht vom Gipfelkreuz des Falkensteins ist einzigartig schön: Senkrecht fallen auf der Nordseite die Wände zum Bergwald hinab. Tief unten liegen die Weiler und Orte des Illertales bis zum Alpenvorland. Wandertipp: Rundwanderung Hinterberg – Falkenstein – Gebhardshöhe – Rettenberg – Hinterberg, Dauer ca. 1,5 Stunden, 4,5 km. Leichte bis mittelschwere Wanderung.
Ein beeindruckendes Naturerlebnis bieten Ihnen die Geratser Wasserfälle bei Vorderburg zwischen Riederund Gerats. Im Wald kurz hinter Gerats, etwa 200 m von der Straße entfernt, fließen die zwei Bäche – der „Kranzegger Bach“ und die „Geratser Ach“ - zusammen. Der Kranzegger Bach fällt über eine etwa 6 Meter hohe Mauer in die Tiefe und die Geratser Ach bahnt sich ihren Weg bergab in mehreren kleinen Stufen. Die Geratser Wasserfälle sind ein verträumter Ort für Naturfans, besonderst eindrucksvoll, wenn die beiden Bäche nach Regenfällen mehr Wasser führen. Wandertipp: Rundwanderung Vorderburg/Kirchdorf – Acker – Wasserfall – Vorderburg/Kirchdorf, Dauer ca. 2 Stunden, 6,5 km. Leichter Spaziergang.
Der Grünten ist ein 1.738 Meter hoher Bergrücken im Oberen Allgäu. Aufgrund seiner markanten Lage direkt am Alpenrand hat der Berg den Beinamen „Wächter des Allgäus“ bekommen. Ihm zu Füßen liegt die Ferienregion Rettenberg und das Iller-Tal. Auf dem Gipfel befindet sich das Jägerdenkmal, das 1924 für die gefallenen Gebirgsjäger erbaut wurde. Jedes Jahr am 2. Sonntag im September findet am Grüntendenkmal eine Bergmesse zum Gedenken an die Gefallenen statt. Heute ist das Grüntendenkmal zum einen ein Mahnmal zum Andenken und zum anderen auch ein wunderschöner Aussichtspunkt. Hier erwartet Sie eine atemberaubende Panoramasicht zum Alpenhauptkamm. Beim Abstieg sollte man das schöne schmiedeeiserne Gipfelkreuz besuchen, das nur wenige Meter östlich auf einem Felssporn steht.Am Grünten wurde bis ins frühe 20. Jahrhundert noch Erz abgebaut. Die Stollen sind aber wegen Einsturzgefahr nicht mehr begehbar. Seit 2006 sind in den Erzgruben Erlebniswelten am Grünten mehrere Schaustollen mit Führung wieder zur Begehung freigegeben. Anfang des 16. Jahrhunderts soll der Berg von Kaiser Maximilian I bezwungen worden sein. Vom Augsburger Fürstbischof Clemens Wenzeslaus ist eine besonders originelle Grüntentour überliefert. Im Jahr 1773 hat dieser sich mit Hilfe von 56 einheimischen Bauern in einem gepolsterten Tragsessel auf den Gipfel befördern lassen. Heute bringt Sie die Grüntenseilbahn während der Sommer und Herbstmonate (Juni bis Oktober) jeden Donnerstag in 10 Minuten auf den Grünten! Besonders zur Alpenrosenblüte von Mitte/Ende Juni bis Mitte/Ende Juli ist eine Wanderung auf dem Grünten atemberaubend schön! Beachten Sie jedoch die unter den Einheimischen gängige Wetterregel: „Trägt der Grünten einen Hut, wird das Wetter gut, trägt er eine Mütze, gibt es eine Pfütze.“… Wandertipp: Rundwanderung Parkplatz Kammeregg – Übelhorn/Grünten – Grüntenhütte – Höfle Alp – Kammeregg Alpe – Parkplatz Kammeregg, Dauer ca. 4 Stunden, 7,7 km. Alpine, anspruchsvolle Wanderung – Bergausrüstung und körperliche Fitness sind Vorraussetzung!
Eingebettet zwischen Vorderburg, Emmereis und Reichen liegt das Emmereiser Moos.Das Moorgebiet ist der letzte Rest des einst komplett versumpften Talbodens. Diese wunderschöne Moorlandschaft läd nicht nur Naturliebhaber im Sommer zum Spazieren, Radeln und Walken ein, im Winter kommen hier auch die Langlauffans und Winterwanderfans auf Ihre Kosten: Herrliches Bergpanorama, viel Sonne und Naturromantik pur.. Wandertipp: Rundwanderweg Vorderburg – Acker – Keller – Reichen – Emmereis – Vorderburg, Dauer ca. 1 ¼ Stunden, 4,8 km. Leichter Spaziergang
Durch Kiesabbau in den 70er Jahren wurde dieser Rundhöcker entdeckt. Das Gestein entstand lange vor der Eiszeit und besteht aus Nagelfluh verbackenem Schotter eines alten Fluss-Systems, das vor etwa 20 Millionen Jahren den Abtragungsschutt der Allgäuer Alpen in das Vorland brachte. Wie lange er aber den zerstörerischen Einflüssen der Verwitterung zu trotzen vermag, kann niemand sagen. Der Gletscherschliff ist ca. 5 Gehminuten von Weiher Richtung Freidorf/Untermaiselstein entfernt. Wandertipp: Rundwanderung Untermaiselstein – Greggenhofen – Weiher – Gletscherschliff – Humbach – Bellen – Untermaiselstein, Dauer ca 2,5 Stunden, 10 km. Leichte bis mittelschwere Wanderung.
Zwischen Altach und Vorderburg zieht sich das einzige Drumlinfeld im Oberallgäu hin. Drumlins sind lang gestreckte Schotterhügel, die aus der Grundmoräne eines Gletschers abgelagert wurden. Hier ganz in der Nähe ist ein solcher Drumlinhügel zu finden: Der Ortsteil „Bichl“. Ein weiterer Drumlin schließt sich östlich an und trägt den Rettenberger Friedhof. Deutlich zu sehen sind diese versetzt liegenden Rücken, wenn man von Kranzegg nach Engelpolz fährt und nach Westen schaut. Auch der Burgstall bei Emmereis befindet sich auf einen Drumlin. Die Mächtigkeit der Drumlins nimmt von Westen nach Osten ab, da dieser Seitengletscher des Illergletschers die Schottermassen in Fließrichtung verlor. Zur Zeit der höchsten Vereisung reichte der Illergletscher bis zu einer Höhe von 1.400 m hinauf. |







Der 1.110 m hohe Rottachberg (Rötinberc = Roter Berg) besteht aus Nagelfluhfels, von Einheimischen gern „Herrgottsbeton“ genannt, und entstand aus dem Geröll der Ur-Iller, das
Ein beeindruckendes Naturerlebnis bieten Ihnen die Geratser Wasserfälle bei Vorderburg zwischen Rieder
Der Grünten ist ein 1.738 Meter hoher Bergrücken im Oberen Allgäu. Aufgrund seiner markanten Lage direkt am Alpenrand hat der Berg den Beinamen „Wächter des Allgäus“ bekommen. Ihm zu Füßen liegt die Ferienregion Rettenberg und das Iller-Tal. Auf dem Gipfel befindet sich das Jägerdenkmal, das 1924 für die gefallenen Gebirgsjäger erbaut wurde. Jedes Jahr am 2. Sonntag im September findet am Grüntendenkmal eine Bergmesse zum Gedenken an die Gefallenen statt. Heute ist das Grüntendenkmal zum einen ein Mahnmal zum Andenken und zum anderen auch ein wunderschöner Aussichtspunkt. Hier erwartet Sie eine atemberaubende Panoramasicht zum Alpenhauptkamm. Beim Abstieg sollte man das schöne schmiedeeiserne Gipfelkreuz besuchen, das nur wenige Meter östlich auf einem Felssporn steht.
Eingebettet zwischen Vorderburg, Emmereis und Reichen liegt das Emmereiser Moos.